Do., 22.02.2024,
Große Sonderausstellung im Haus der Geschichte Stuttgart
Für die einen sind American Dreams in Erfüllung gegangen.
Der bettelarme Leidringer Bauernsohn Andi Huonker machte im Goldrausch in Alaska ein Millionenvermögen. Die Kommunistin Anna Nill wurde in Amerika reich und stiftete ihr Vermögen bedürftigen Kindern aus ihrer Heimatstadt Mössingen.
Der radikale Pietist und Endzeitprophet Johann Georg Rapp aus dem Heckengäu gründete im gelobten Land die Idealsiedlungen „Harmony“ und Economy.
Für andere platzten die Träume wie Seifenblasen. Als Alkoholiker endete der Schwäbischer Haller Franz Gräter. Als Revolutionär war er zu Auswanderung gezwungen worden und kehrte 16 Jahre später arm aus den USA nach Württemberg zurück.
Rese Krapf zog vom Bodensee nach Providence für ein Dasein als einfaches Dienstmädchen.
Viele verloren durch Gewalt und Krankheiten ihr Leben. So starben die meisten Angehörigen der aus der Nähe Ulm stammenden Familie Fink bei gewaltsamen Auseinandersetzungen mit den einheimischen Dakota. Dass die Ausgewanderten aus Europa von Anfang an kein „unberührtes Land“ besiedelten, sondern die Indigenen Amerikas vertrieben und töteten, wird in der Ausstellung deutlich. Sie zeigt etwa, wie sich die Dakota gegen das Vordringen der Weißen zur Wehr setzten – und welche Folgen das für sie hatten.
Die Ausstellung zeigt 200 Originalobjekte und erzählt 34 Geschichten von Menschen aus drei Jahrhunderten.
Eine Führung durch die Ausstellung bringt uns die Geschichte der Auswanderung näher.
Abschluss mit Einkehr im Café Fresco.
Treffpunkt: 12:45 Uhr S-Bahnsteig 2 Grunbach, Fahrt mit S2.
Rückkehr ca. 18:00 Uhr.
Kosten: 15 € für Fahrgeld, Eintritt und Führung, 17 € für Gäste.
Bitte Anmeldung unter Telefon 07151 72739.
Rosemarie und Klaus-Dieter Gruber
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